Lautsprecher - Technik



Lautsprecher - Technik



Die Klangqualität eines Lautsprechers hängt nicht nur von der Qualität der verwendeten Komponenten und Materialien ab, sondern vor allem auch davon, wie diese eingesetzt werden. Denn erst die Summe sinnvoller Detaillösungen schafft in Kombination mit hochwertigen Komponenten die Voraussetzung für lebendigen und natürlichen Klang, nahe an der Realität.

Am Beispiel der Filterstufen unseres Kompakt - Schallwandlers Vector 1 möchten wir Ihnen kurz darlegen, wie wir die Klangqualität unserer Lautsprecher auf Seiten der Frequenzweichen durch deren Aufbau verbessern und schließlich optimieren.
frequenzweiche vector 1

Die Filter des Modells Vector 1 enthalten laufzeit- und impedanzkorrigierende Schaltungen, die das Impulsverhalten verbessern, und den problemlosen Betrieb auch an einem lastempfindlichen Röhrenverstärker ermöglichen.

Die empfindlichen Mittel- und Hochtonfilter unserer Lautsprecher finden in separaten Abteilen der Gehäuse Platz, wo sie vom hohen Schalldruck der Wandlersysteme bestens geschützt sind

Sehr häufig werden Filter für Lautsprecher auf kupferbeschichteten Leiterplatten aufgebaut. Diese rationelle Bauweise birgt zweierlei Nachteile, die die Übertragungsqualität der Komponenten beeinträchtigt. Zum einen erzeugt die Kupferbeschichtung eine Störung der Magnetfelder der Spulen, und vermindern hierdurch deren Güte. Hinzu kommt, dass der recht geringe Querschnitt der aus der Kupferschicht hergestellten Leiterbahnen nicht ausreicht, um die Signale verlustarm zu transportieren.

Für den Aufbau der Filterstufen unserer Schallwandler setzen wir daher Trägerplatten ohne Kupferbeschichtung ein, die diese Nachteile nicht aufweisen.
Durch den großzügig bemessenen Abstand zwischen den Spulen verbessern wir zudem die Übersprechdämpfung der Filterzweige, und vermeiden so problematische Wechselwirkungen und aufbaubedingte Verzerrungseffekte. Die ausnahmslos sehr hochwertigen und langlebigen Komponenten, die wir vor dem Aufbau der Filter selektieren, verlöten wir auf der Rückseite der Trägerplatte direkt miteinander, und reduzieren damit Übertragungsverluste auf ein geringst mögliches Maß.

Für die Anschlüsse der Lautsprecherkabel kommen schließlich massive Messing - Schraubverbindungen zum Einsatz, die die Musiksignale auch bei hohen Dynamiksprüngen  absolut  verlustfrei  passieren lassen.
Der klangliche Gewinn dieses konsequenten Aufbaus führt in der Summe zu einer deutlichen Verbesserung des Auflösungsvermögens im Mittel- und Hochtonbereich, bei dennoch stets angenehm - natürlichem Klangcharakter, frei jeder Lästigkeit.

Eine exakte und gelöste räumliche Abbildung erfordert recht geringe Pegeldifferenzen im Mittel - und Hochtonbereich, zwischen rechtem und linkem Lautsprecher.

Das Verfahren des Selektierens der Wandler stellt zwar die geforderte Toleranzarmut zwischen beiden Lautsprechern sicher, kann jedoch nicht verhindern, dass die Abweichungen zum Labor - Referenzmuster, und somit zur bestmöglichen tonalen Abstimmung, dennoch mehrere Dezibel betragen können.

Da Änderungen der tonalen Balance sowohl die Neigung zu Verfärbungen fördert, als auch die räumliche Abbildung beeinträchtigt, setzen wir ein weiterführendes Verfahren ein, dass beide Forderungen berücksichtigt.

Die Frequenzweichen unserer Lautsprecher werden einem Abgleichprozeß unterzogen, der es uns ermöglicht, die aufwendig ermittelte Klangabstimmung der Referenzmuster, für jeden gefertigten Schallwandler der unser Haus verläßt, sicher zu stellen.

Bevor wir unsere Lautsprecher ausliefern, werden diese noch ausgiebig Probegehört und mit den Referenzmustern verglichen. Auf Wunsch fügen wir jedem Lautsprecherpaar gerne auch dotierte Meßschriebe bei.